Donnerstag, 14. Mai 2009

Wie krank ist d a s denn??

Das habe ich noch nie gehört!
Mit sowas rechnet man ja gar nicht, beziehungsweise das ist meinem Denken ja völlig fremd.

Es gibt einen "Lebendrupf" von Geflügel, besonders in den Ländern Ungarn, Polen und China.
Die Länder Ungarn und China sind mir schon öfters aufgefallen, weil dort manche Menschen besonders grausam mit den Tieren umgehen. Es gibt anscheinend keine guten Tierschutzgesetze dort!

Um Daunen zu gewonnen rupft man die Vögel.

Ich finde das wieder einmal voll krank!

Zum Nachlesen der Link:
http://www.vgt.at/presse/news/2009/news20090426.php
1155 mal gelesen

Trackback URL:
http://niwi.twoday.net/stories/5701286/modTrackback

HimmelsStaub - 14. Mai, 16:04

Nicht übers Ziel hinaus schießen

Lebendrupf ist eine völlig gängige Praxis zur Daunengewinnung, diese findet normalerweise in der Mauser statt und ist für das Tier schmerzfrei, das sind die locker sitzenden Daunen.

irishwolfhound - 14. Mai, 16:16

wie immer - die masse macht es …

> Beim Lebendrupf in der gewerblich bis industriell betriebenen Vogelzucht wird – unter anderem auf Grund teils enormer Bestandsgrößen von hunderttausenden Tieren – kaum auf individuelle Mauserfortschritte der Vögel Rücksicht genommen (die das Rupfen im traditionellen sogenannten bäuerlichen Lebendrupf noch vergleichsweise „erträglich“ machen), und in der Regel gering entlohnte Akkordarbeit mit hohem Zeitdruck führt zu stark erhöhtem Stress sowie zu alles andere als „tiergerechten“ Rupfvorgängen.

---> zitat aus der oben verlinkten seite. ähnlich grausam geht es auch bei der massengewinnung von mohair-wolle zu … verpflichtende deklaration wär schon was. die "alternative" kunststoff (also erdöl) ist für mich hingegen keine wirkliche alternative. sorry.
HimmelsStaub - 14. Mai, 16:34

Plakatives anprangern

dieser dubiose Verein macht allerdings Stimmung gegen jede Art von Lebendrupf (siehe Bild auf der verlinkten Seite)

Wie immer liegt die Entscheidung beim Verbraucher den billigen Massenmist nicht zu kaufen. Ich würde die ganzen selbsternannten Tierschützer ja mal gerne fragen wo sie kaufen. Ich kann nicht auf der einen Seite die Massenherstellung von Waren anprangern und auf der anderen Seite bei Ikea, Kick, Lidl, Aldi etc. einkaufen, da ist was nicht stimmig.
Niwi - 14. Mai, 17:08

Ja stimmt, es ist an den Verbrauchern gelegen.
Allerdings kaufen die im "Guten Glauben".
Ich denke nämlich nicht, daß es allen egal ist, auf welche Weise man zu den Sachen kommt.

Ich kaufe manchmal bei Billigketten, frage aber immer nach, wenn ich mir wo nicht sicher bin.
Bis jetzt hat das sehr gut geklappt, bis auf eine Modekette (Vögele), wo ich auf verschiedenste Kontaktaufnahmen keine Antwort bekam.
Es ging um die Pelzverbrämungen an Jacken.

Lebendrupf erscheint mir ok, wenn es auf einem Bauernhof geschieht oder in einem größerem Betrieb, wo man auf das grundsätzliche Wohlergehen der Tiere achtet.

Ich denke halt, es muss jemand etwas sagen oder schreiben oder überhaupt einmal den Mund aufmachen und Partei für die Tiere ergreifen!

Es gibt viele Menschen die machen es sich urleicht.
Wie oft lese ich in Mails oder Foren:
".... suche dringend einen Platz für diese oder jene Kätzchen, der Bekannte will sie sonst entsorgen......"

Was ist denn das für eine perverse Einstellung??
Keinen Katzennachwuchs haben wollen, aber zu geldgierig sein um die Katzen sterilisieren zu lassen?

Darum bin ich froh, wenn es Vereine wie den oben verlinkten gibt, die diese Informationen sammeln und veröffentlichen.
HimmelsStaub - 14. Mai, 17:56

Ich gebe Dir völlig Recht, unser Umgang mit Tieren muss überdacht werden, und zwar von jedem. Aber solche plakativen Prangerseiten sind da eher kontrapoduktiv. Die Macht der Veränderung fängt im Kleinen an, das heißt bei uns selbst. Eier kaufe ich grundsätzlich nur von dem Bauern, von dem ich weiß, dass er die Tiere artgerecht hält, Fleisch ebenso. Firmen wie Aldi, Lidl und Co sind für mich ein absolutes Tabu, man kann auch auf andere Weise Geld sparen.
Niwi - 15. Mai, 13:39

Hallo Himmelsstaub,
es mag sein, daß plakatives Anprangern eher kontraproduktiv ist.
Aber es kommt zumindest mal an die Öffentlichkeit!
Das ist das Gute daran.

Wenn es keine Tierquälereien oder absolut schlimmen Umgang mit anderen Lebenwesen geben würde, dann würde es auch solche Seiten auch nicht geben.

Vor einigen Jahren habe ich eben auf so einer Seite entdeckt, daß man in China Hunde und Katzen lebend (!!!) häutet um an Pelze zu kommen, die man dann als Krägen oder kleine putzige Stofftiere bei uns im Westen kaufen kann.
Die noch lebenden und aus Augen blickenden, nackten abgezogenen Tiere hat man dann achtlos auf einen Haufen geworfen.

Weißt Du und genau DAS finde ich absolut abscheulich! Und die Einfuhr, den Handel und den Verkauf von solchen Pelzen hier im Westen finde ich eher fragwürdig als ein paar Tierschützer die das anprangern!

Diese obige Information und das Video indem dieser Ungar kleine Kätzchen ertränkt und das filmt und ins Internet stellt, haben mich total verändert.
Das war ein Schock und wenn mir dieser Ungar irgendwann mal über den Weg läuft, dann sage ich ihm meine Meinung.

Ich war schon immer ein Tierfreund, aber seither frage ich in Geschäften nach bevor ich etwas kaufe oder ich sage es gleich der Verkäuferin, wenn ich etwas nicht ok finde.
rosenherz - 15. Mai, 08:24

Die Daunen der Ente stammen von der Brustseite der Enten und lösen sich leicht während der Mauserzeit. So war es bei den Bauern üblich, diese feinen Federn zu sammeln und für wärmende Füllungen zu nutzen. Was jedoch an Mengen in den Großhandel nach Europa kommt, das stimmt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr aus kleinstrukturierten bäuerlichen Betrieben, sondern aus industrieller Gänsehaltung. Kaum ein Abnehmer für industrielle Verwertung ist interessiert an ein zwei, drei Kilo Federn von einem Bauernhof, sondern sucht Massenware zu einem möglichst geringen Preis, wie sie mit der Intensivtierhaltung möglich geworden ist. Damit lassen sich für die Bekleidungs- oder Bettwarenindustrie passable Gewinne erzielen.

Daunen als Füllung verfügen grundsätzlich über hohe Wärmespeicherqualitäten in der Bekleidung.
Die Haltung der Enten und der industrialisierte Federnrupf sind ein schwerwiegender Punkt, wo sich Alternativen finden lassen, wenn der aufgeklärte Konsument, die aufgeklärte Kosumentin, auch vermehrt nachfragt. Das Argument der Hersteller ist neben dem Preis natürlich auch die Verkaufsmenge von einem Produkt. Wenn sich Daunenjacken wie die warmen Semmeln verkaufen, werden sich kaum Produzenten und Händler nach einer anderen Produktionsweise umschauen.

Es gibt zum einen recht gute pflanzliche Alternativen wie Kapok und Baumwolle, wobei natürlich auch hier auf die Produktionsweise einer ökologischen Landwirtschaft Wert gelegt werden soll. Auch Wolle von Schafen, Lamas, Alpakas, Kamelen und Vikunjas liefern in der Lebendschur Wollesorten, die über hervorragende Wärmeeigenschaften verfügen.

Mir selbst sind die ethischen Werte in der Herstellung eines Produktes mit der Zeit mehr und mehr von Bedeutung geworden. Mit jedem einzelnen Einkauf den wir tätigen, bestärken wir jene Produktionsweise, mit der ein Lebensmittel oder ein Kleidungsstück hergestellt wird.

Niwi - 15. Mai, 13:42

Hallo Rosenherz,
man merkt, Du bist der absolute Landwirtschaftsprofi!

Den letzten Absatz kann ich voll unterschreiben!
rosenherz - 19. Mai, 22:34

Landwirtschaftsprofi? Na, net unbedingt, ich interessiere mich einfach seit der Geburt meiner (inzwischen erwachsenen) Kinder dafür, wie Produkte unseres täglichen Lebens hergestellt werden. Sei es bei den Lebensmitteln, Möbeln, Hygieneprodukten oder eben bei der Bekleidung. Allerdings, das Interesse für Textilien, Stoffe und Bekleidungskunde wuchs schon früher, in der Schulzeit, als ich begann, für mich selbst das eine oder andere Kleidungsstück zu nähen. Als dann meine Tochter geboren war, nähte ich im ersten Jahr viel, jede Woche mindestens ein Stück.

Im Laufe der Jahre habe ich ein Gefühl für die Beschaffenheit und Qualität von Materialien, Stoffen und Gestricken entwickelt, die so manchen erstaunen lassen, wenn ich etwas über die Materialbeschaffenheit erzählen kann durch den bloßen Anblick eines Kleidungsstückes.
Dazu ist mir auch der eine oder andere Besuch von Ausstellungen und in Wersktätten zugute gekommen, sei es Leinenweberei im Mühlviertel und im Waldviertel, Alpacaspinnereien in Lateinamerika, Filzmanufacturen, Wollwerkstätten und Bettwäschemanufactur.

Und ich habe das Glück, das mir oft (mehr oder weniger zufällig) interessante Menschen begegnen, wie unlängst bei einem Vortrag ein etwa 70 Jahre altes Ehepaar, wo er Stoffe in Handweberei herstellt und seine Frau Kleidungsstücke nach eigenen Entwürfen näht. In solch persönlichen Gesprächen kann man eine Menge erfahren.
Niwi - 23. Mai, 14:32

Hi Rosenherz,
das klingt sehr interessant. Ich finde auch, daß man am meisten im Gespräch mit anderen lernen kann.
Man kann sich austauschen und wichtige Impulse sammeln.
Das Ehepaar hätt ich auch gern kennengelernt!
rosenherz - 19. Mai, 22:40

Genauso grausig wie der Lebendrupf in der industriellen Gänsehaltung ist das sogenannte "Sexen" bei den Hühnern, das heißt, sie werden nach dem Geschlecht sortiert und ausgesondert: Weibliche Küken werden für die Hühnermast oder für Legehennenhaltung gebraucht, männliche Küken werden als unbrauchbar "entsorgt". Sie werden nach dem Schlüpfen vergast, lebendig zermust oder landen einfach im Abfall, wo sie qualvoll ersticken.

Niwi - 23. Mai, 14:37

Das finde ich auch sehr grausam.
Das habe ich mal bei einer Kochshow von und mit ...upps, jetzt ist mir der Name entfallen.
Es war ein Szene-Koch, englischsprachig.
Da hat er das Publikum, welches auch zum Essen eingeladen war, die Kücken trenne lassen und anschliessend die Männchen zu ihm auf die Bühne bringen lassen.
Danach hat einer, der das beruflich macht, die Kücken in eine Art Mixer geworfen und dann färbte sich alles rot und die Menschen waren entsetzt.
Ich auch.
Es war wirklich Zeit, daß einer das öffentlich macht.
Ich persönlich finde das abescheulich, wie achtlos man mit kleinen (oder großen) Lebewesen umgeht.
Wenn ich es könnte, würde ich das sofoprt ändern.
Das wäre ein Grund für mich in die Politik zu gehen. Ich wäre bestimmt sehr unbeliebt.....

Am liebsten würde ich mich aus den allen ausklinken, denn ich bin mit solchen Machenschaften überhaupt nicht einverstanden.

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