Mittwoch, 18. April 2007

Das Stadt-Land Gefälle

Ich bin ein Stadtmensch, in Wien geboren und auch hier aufgewachsen. Mein ganzes Leben lang dachte ich, daß es in der Stadt viel besser sei.
Das kulturelle Angebot, die Einkaufsmöglichkeiten sind in der Stadt vielfältiger und dichter...um jetzt nur 2 Dinge herauszupicken.

Die letzten paar Jahre habe ich auch Landleben geschnuppert.
Hier sind die sozialen Strukturen viel besser, sprich: Nachbarschaft wird richtig gelebt.
Die Menschen sind freundlicher und viel offener!

Es gibt wunderschöne Landschaften. Man merkt die Jahreszeiten viel stärker als in der Stadt.
Man kann von vielen Plätzen aus den Himmel bis zum Horizont sehen. In der Stadt sieht man meist nur ein kleines Himmelssegment.


Der Vergleich macht mich sicher:
Das Landleben ist um einiges besser!

Wie denkst DU darüber?
1531 mal gelesen

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endlosfaden (Gast) - 18. Apr, 13:32

Ich gebe dir Recht

und kann dir nur zustimmen. Meine Pluspunkte für´s Landleben sind:
- Platz und Lärm - nie könnte ich in einem Hochhaus überleben; ständig sind in einer Stadt irgendwelche Menschen, alles ist enger, lauter, geregelter...bääh
- Gesundheit - viel mehr frische Luft, mehr Grün, mehr Leben in der Natur; Tierhaltung in der Stadt finde ich ätzend (mal vom Aquarium abgesehen *g*)

Das sind für mich wichtige Punkte, die die Nachteile aufwiegen.
Also: Stadtleben nee, vlt. mal Stadtrand im Alter

LG Endlosfaden

Niwi - 24. Apr, 09:10

Hi Endlosfaden,
ich finde so eine Hochhaussiedlung hat auch ihren Charme.
Allerdings finde ich Altbauten viel kuscheliger.
Trotzdem ist es am Land viel schöner, da sind wir ganz einer Meinung :-)
LG
Niwi
irishwolfhound - 19. Apr, 18:44

beides probiert - kein vergleich.

also ich kann nur aus eigener erfahrung sagen - landleben macht süchtig. als ich feststellte, dass ich meine wochenenden nur mehr nutzte, um die stadt zu VERLASSEN, hab ich eingesehen, dass ich doch ein landei bin. :)

inzwischen kann ich mir nicht mehr vorstellen, wie ich es in der lauten, stinkigen, stickigen, teuren stadt so lange (13 jahre!) ausgehalten hab ... das ganze tolle (über?)angebot an kino, theater, lokale - es fehlt mir nicht. und wenn ich doch eine ausstellung ansehen will, fahre ich in die stadt, treff mich mit freunden und bin nach ein paar stunden heilfroh, wenn ich die "verrückte stadt" wieder hinter mir lassen kann.

gut essen und trinken kann man auch am land. billiger.
kino, theater, ausstellungen gibt es auch am land.
was man wirklich braucht, kann man auch am land kaufen (notfalls über internet), und was man nicht braucht, kauft man nicht "spontan", es spart also geld.
man sieht den lauf der jahreszeiten täglich und ein eigener garten ist unersetzbar.

lg,
margot, bekennendes landei

Niwi - 24. Apr, 09:18

Hi Margot,
ja, genau!
Ich sehe das auch so.

Wie oft nutzt man denn das kulturelle Angebot der Großstadt?
Ohnehin nicht jeden Tag.
Wir gehen im Durchschnitt 1x die Woche zu einem Konzert bzw. ins Theater. Shopping, ok, das mache ich am liebsten auf der Mariahilferstrasse - aber auch nicht jeden Tag.

LG
Niwi
Bettistrip - 2. Mai, 02:58

Hi Niwi!

seh die ganze Sache so wie du - wuerd nur noch ein bisschen verfeinern - ich leb auch lieber am Land als in der Stadt, find auch das die Lebensqualitaet dort hoeher ist, aber ist fein, wenn eine Stadt in der Naehe ist - glaub nicht, dass ich in der totalen "Einoede" wohnen will.

hobo - 2. Mai, 14:20

I´m a country-boy!!!

wolfgang237 - 8. Mai, 17:33

ein Hoch auf das Stadtleben

Also ich muss da einmal widersprechen …

Für mich ist Wien der einzige Platz auf der Welt wo ich wirklich leben kann. Für mich ist diese Stadt mit ihren großen Grünbereichen, kulturellen Angeboten, guten Verkehrsverbindungen und vielen interessanten aber unaufdringlichen Menschen um mich, genau das was ich brauche.
Irishwolfhound hat von der „lauten, stinkigenden, stickigen, teuren Stadt“ geschrieben …

laut … ? … sicher nicht überall ... ich muss zugeben, dass ich zu den privilegierten Bewohner gehöre, die eine Wohnung in totaler Ruhelage habe. Meine einzige „Lärmverursacher“ sind die Grillen in der Nacht und die Vögel am Morgen.
Wenn ich meine Bekannten am Land besuche gehören Ohropax zu meiner fixen Reiseausstattung. Die Landjugend rast mit heulenden Motoren durch die Orte, es gibt überall Nachbarn die gerade feiern und denen man wegen des Erhalts der guten Nachbarschaft nicht die Meinung sagen darf, und jeder den man schon einmal gesehen hat glaubt, dass man nur dazu da ist ihm zuzuhören (auch das gehört für mich zu den akustischen Belästigungen).

stinkend … ? … zugegeben in Wien ist es immer windig und die schlechte Luft wird deshalb exportiert – ich habe aber wirklich noch selten wo anders eine so gute Luft wie hier erlebt.

stickig … ? … in ein paar Nächten pro Jahr würde ich mir wirklich mehr Nachtabkühlung wünschen. Diese Nächte nehme ich aber gerne dafür in kauf, dass ich im Jahresschnitt viel öfter, als meine außerhalb der Stadt lebenden Freunde, abends meine Terrasse benutzen kann.

teuer … ? … auf keinen Fall! Durch das größere Angebot kann ich selbst wählen, wo mir was, welchen Preis wert ist. Im Gegensatz dazu mein Erlebnis vom vorigen Sonntag: Neumarkt – einfaches Frühstück für 2 Personen im einzigen offenen Lokal = 17 Euro !!! ... und keine Ausweichmöglichkeit ... Um den gleichen Preis waren wir dann am Abend wieder in Wien Nachtmahl essen.

So und jetzt steinigt mich ;-)

Niwi - 16. Mai, 11:33

Oh fein, endlich eine andere Meinung!
Das hab ich früher auch so gedacht. Ich bin ja ein Stadtkind.
Aber in letzter Zeit haben sich meine Interessen verschoben und ich bevorzuge im Moment das Land.

Mir geht in der Stadt z.B. schwer auf den Nerv, daß ich meine Nachbarn gar nicht kenne.
In unserem Haus gibt es 10 Parteien und es hat sich in den letzten Jahren so eingebürgert, daß NICHT mehr gegrüßt wird.

Es grüßen sich genau 3 Leute im Haus, das sind zwei andere Frauen und ich.
Meine zwei unmittelbaren Nachbarn wurden zwar von mir auch ganz normal gegrüßt als sie frisch einzogen, die grüßten aber nie zurück.
Dann hab ich es auch gelassen, ich weiß nicht mal, wie die heißen.
Ich finde das sehr schlecht und unsozial.
Neben solchen Leuten will ich gar nicht wohnen - das kann man sich aber in einem Zinshaus nicht aussuchen.
Otaku (Gast) - 8. Mai, 21:49

Selbstverständlich

ist es auf dem Land besser. Und desto weniger Leute desto besser.
28 Jahre meines Leben in Grosstädten verschwendet bis der Groschen gefallen ist. Aber ich denke das ist auch eine Frage des Alters : Man merkt eben erst spät was man nicht braucht und was wirklich wichtig ist. Dazu muss man aber erst mal viel ausprobiert haben. Aus jeden Fall werde ich mich nie mehr irgendwohin begeben wo mir mehr als 5 Leute am Tag begegnen. Schon das ist zuviel....
Have fun
Otaku

Niwi - 16. Mai, 11:35

Wenn ich im Burgenland auf dem Feld herumarbeite, kann es sein, daß ich den ganzen Tag keine einzige Menschenseele treffe.
Normalerweise mag ich das schon gerne, wenn die Leute vorbeigehen und winken oder stehenbleiben und ein bisschen Tratschen.
woelfin - 22. Mai, 14:50

ich war immer urstädterin

hab mich aber immer nach land gesehnt doch nie die möglichkeit gehabt. auch fehlt mir autofahren und fahrenkönnen. führerschein hätte ich ja!
mittlerweil hab ich mich mit der stadt wien abgefunden und auch damit dass ich den rest meines lebens nimmer zum leben am land komme

Niwi - 22. Mai, 15:50

ach wo, das geht urschnell, so schnell kannst du gar nicht schauen, bist du auch am Land zu Hause.
Ich hab meinen Freund vor etwa drei Jahren kennengelernt und er hat mich ins Burgenland entführt. Ich wurde also geraubt :-)

Das mit dem Autofahren, da könntest direkt meine Schwester sein.
Hab auch den Führerschein, fahre aber nie.
aankee - 3. Jun, 12:29

Momentan wohne ich in Peking, 18 Millionen Einwohner auf einer Flaeche so gross wie Belgien. Das ist fuer einen kurzen Zeitraum ok, aber laenger? Niemals! Zu gross, zu viel Verkehr, zu dreckig, zu viel Smog und unfreundliche Leute.

Momentan ist mir ein Leben auf dem Land aber genauso ein grauss, ich finde diese Dorfgemeinschaften wo jeder jeden kennt und alle alles wissen genauso abschreckend wie die langen Distanzen, die die man zuruecklegen muss um irgendwo hinzukommen (Schule, Arbeit, Sport). Das ist so umstaendlich.

Ich bin im Vorort einer kleinen Grossstadt (130 000 Einwohner) aufgewachsen und finde das einen idealen Kompromiss zwischen Stadt und Land. Die meisten Leute die dort gleichzeitig mit meinen Eltern ihre Haeuser gebaut haben, hatten auch Kinder, so dass sowohl Erwachsene und Kinder miteinander gross bzw. alt geworden sind. Man ist schnell im Gruenen, aber auch schnell in der Stadt, es ist ruhig und nicht zu laut und man kennt viele Leute. So will ich es selbst mal haben.

Niwi - 4. Jun, 21:58

Hallo Aanke,
Du lebst ja in Extremen!
Soviel Einwohner hat ganz Österreich nicht :-)

In einem Vorort einer kleinen Großstadt zu wohnen ist natürlich auch ein guter Kompromiss.
Wohl fühlen und zu Hause fühlen muss man sich, dann ist man überall gut aufgehoben.

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