und weiß nicht mehr wo mir der Kopf steht!
Die Erledigungen werden immer mehr statt weniger.
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Heute früh bin ich auf den Friedhof gefahren um nach dem Grab und den Kränzen zu sehen.
Ein paar Schritte vor mir ging eine unbekannte Frau und genau vor dem Grab meines Vaters blieb sie stehen.
Ich kam auch hinzu und grüßte sie.
Sie erschrak zuerst, aber dann redeten wir ein bisschen.
Sie erzählte, daß mein Vater immer Scherze mit ihr machte und es immer lustig war mit ihm.
Das sagen die meisten, die ihn kannten.
Sie sagte auch, daß sie total geschockt war, daß er so plötzlich gestorben ist, sie konnte es gar nicht glauben.
Zu Mittag traf ich meine Cousine und wir besuchten die Katze meines Vaters, die so gut von seiner ehemaligen Freundin E. versorgt wird.
Dann lud mich meine Cousine auf ein Menue ein.
Auch dort trafen wir Nachbarn meines Vater und eine Frau sagte, er habe ihr immer Flieder gebracht.
Was sehr seltsames fiel mir auf.
Meine Mutter malte einmal in ihrer frühen Jugend ein Bild von der Madonna und einer Laterne.
Sie hängten das Bild im Gartenhaus auf.
Ich sah es noch am Dienstag vor seinem Tod ganz normal auf seinem Platz hängen, als mein Pa und ich im Gartenhaus noch gemeinsam Sachen aus den 50er Jahren suchten und herumkramten.
Heute betrat ich das erste Mal nach seinem Tod sein Schlafzimmer in der Wohnung, vorher habe ich mich einfach nicht getraut.
Was sah ich im Schlafzimmer hängen?
Die Madonna mit der Laterne!
Ist ja arg, oder?
Es regnete. Das passte zu meiner Verfassung.
Zu Hause bei meiner Wohnung angekommen, merkte ich, daß jemand das neue "Bitte keine Werbung" Bickerl von meinem Postkastel abgekletzelt hat und auf seins geklebt hat.
Natürlich ist das Bickerl jetzt zerrissen.
Da frag ich mich manchmal echt, was für Leute es gibt.
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Und ich war dabei!
Obwohl mitten im Geschehen wussten wir alle, daß dies ein historischer Moment ist.
Ich war auf einer Deutschlandrundreise um ein paar meiner Freunde zu besuchen und so kam ich als Wienerin genau in diesen Tagen zufällig nach Berlin.
Die Stimmung war toll, eine echte Aufbruchsstimmung!
Überall hörte man das Klopfen und Hämmern bei der Demolierung der Mauer.
Manche Leute versuchten große Stück mit Malereien und Graffity im Ganzen herauszuhämmern.
Andere wiederum hämmerten wie besessen auf die Mauer ein.
Wir gingen an der Mauer entlang und sammelten einige Mauerbruchstücke. Die haben ich heute noch und ich weiß, daß sie echt sind, hab ich diese doch selbst aufgeklaubt :-)
Durch Löcher in der Mauer winkten die Leute von der anderen Seite.
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Heute war die Beerdigung meines Vaters.
Ich weiß, daß er viele Verwandte und Freunde hatte! Aber es waren sooo viele Menschen am Begräbnis, daß ich ganz überwältigt war.
Fast alle unsere Verwandten waren da, seine Geschwister und deren Ehepartner und Kinder und Kindeskinder.
Für mich war es sehr gut, die Unterstützung von meinen Verwandten und von meinem Freund zu spüren, denn so kam ich mir nicht so alleine vor.
Die Freunde aus alten Tagen kamen, viele Gesichter kannte ich noch aus meiner Kindheit.
Und die neuen Freunde von seinem Stammlokal, seinen Touren, vom Garten und vom Tanzen kamen ebenso zahlreich.
Kollegen und Nachbarn werden ihn vermissen, denn er war immer zur Stelle, wenn man ihn brauchte.
Und natürlich die Frauen. Mein Vater war immer höflich, charmant, witzig und ein Schelm, der mit seinem "Wiener Schmäh" alle gerne zum Lachen brachte.
Das Begräbnis war sehr gut organisiert, alle waren hilfsbereit und freundlich.
Es gab ein Blumenmeer.
Mir tut es so leid, daß er es nicht sehen konnte! Daß er nicht mehr wissen wird, wieviel er den vielen Menschen bedeutet hat.
Der Redner, der durch Zeremonie führte, kam eigens aus Eisenstadt angereist.
Er wurde mir empfohlen, weil er sehr gut ist und auch ein Seelsorger ist (Mit davor und danach Betreuung für die Angehörigen).
Einer hübschen jungen Frau (Beuteschema von Papa), blondgelockt wie ein Engelchen hat die Begräbniszeremonie so gut gefallen, daß sie sagte:
"Wenn ich mal sterben sollte, dann will ich auch diesen Redner auf meinem Begräbnis!"
Und der Freund von meinem Papa sagte trocken:
"Wir kommen dann gerne."
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Gestern abend bin ich von einer Info-Versammlung nach Hause gegangen.
Wie ich so dahintrotte, sehe ich vor dem Haus einer Freundin zwei angsteinflössende Geister und einen ganz kleinen Dracula stehen.
Die Geister fürchten sich vor mir uns schieben den kleinen Dracula vor sich her.
Der sieht mich entsetzt an und fragt im Vorbeigehen:
"Alf waff hafft Du Dich denn verkleidet?"
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